Bärlauch: Warum er dich jetzt bärenstark macht

In diesem Artikel erfährst du, wie Bärlauch wirkt, wie du ihn sicher erkennst und einfach in deinen Alltag integrierst.

Bärenstark mit Bärlauch

Der Bärlauch (Allium ursinum) begleitet uns Menschen seit Jahrtausenden als geschätzte Heilpflanze. Sein lateinischer Name verrät bereits viel über seine Wirkung: „Allium“ steht für Lauch und „ursus“ für den Bären.

Früher gaben unsere Vorfahren Pflanzen den Zusatz „Bär“, wenn sie als besonders kraftvoll galten oder mit ihnen Stärke und Wachstum verbunden wurden.

Bärlauch ist damit sinnbildlich ein Kraut, das uns nach dem Winter wieder zu Kräften bringt.

Wusstest du, dass…

Braunbären nach dem Winterschlaf gerne Bärlauch fressen um wieder zu Kräften zu kommen? Die frischen, würzigen Blätter helfen ihnen, ihren Körper zu aktivieren und neue Kraft zu schöpfen.

Wie findest du wieder zu neuer Kraft?
Ideen zu kleinen Ritualen und Auszeiten findest du in meinem Workbook.

Standort & Erkennen

Bärlauch wächst bevorzugt in Auen- und Buchenwäldern.

Die Blätter sind lanzettlich, eiförmig und 5-20 cm lang. Die Blattoberseite (siehe Foto links) ist glänzend während die Blattunterseite (siehe Foto unten rechts) matt ist. Auf der Blattunterseite findest du die Mittelrippe, die knackt, wenn du das Blatt knickst. Ein weiteres wichtiges Erkennungsmerkmal ist die Tatsache, dass pro Stengel immer nur ein Blatt wächst. Auf dem Foto siehst du, wie sich die Bärlauchblätter entwickeln.

Die Blüten sind weiß und sternförmig in einer Scheindolde angeordnet. Ein weiteres Bestimmungsmerkmal ist die Zwiebel aus der die Pflanze wächst. Früher gehörten Bärlauch, Zwiebel, Knoblauch und Lauch zur Familie der Lauchgewächse – heute zählen sie zur Familie der Amaryllisgewächse.

Bitte sammle nur die Pflanzen, die du zu 100 % sicher bestimmen kannst.

Denn gerade beim Bärlauch kommt es immer wieder zu Verwechslungen mit den Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen, die beide giftig sind.

Wirkung & Verwendung

Bärlauch ist eine wundervolle Möglichkeit um im Frühling wieder in die Gänge zu kommen. Er hilft beim Entgiften und kann Schadstoffe ausleiten, reinigt Blut, Magen und Darm und wird auch als Begleittherapie bei erhöhten Blutfettwerten sowie Bluthochdruck eingesetzt. Außerdem regt er die Verdauung an und wirkt krampflösend sowie entzündungshemmend.

Eine Frühjahrskur mit Bärlauch macht also durchaus Sinn. Die meisten Inhaltsstoffe bleiben erhalten, wenn du den Bärlauch möglichst frisch und roh zu dir nimmst. Am Besten ist es, ihn in die tägliche Ernährung zu integrieren. Ergänzend kannst du dir auch eine Bärlauchtinktur ansetzen:

Bärlauch Tinktur
Schneide den Bärlauch klein und fülle ihn zu 1/3 in ein Glas. Fülle dies mit 38% Wodka auf und lasse den Ansatz für 3 Wochen kühl und dunkel stehen. Schüttle das Glas täglich und seihe es dann ab. Die fertige Tinktur kannst du wie folgt einnehmen:
20 Tropfen, 3 mal täglich für 6 Wochen.

Bärlauch ist auch in der Frühlingsküche sehr beliebt und kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Von (Gründonnersttags-)Suppe, Pesto, Aufstrich, Butter, Essig, Öl, Salz, Ravioli, Gnocci, Aufläufe oder im Salat. Wenn du im Netz nach Rezepten suchst, wirst du eine Vielzahl an Möglichkeiten entdecken.

Was bei mir im Frühling nicht fehlen darf, ist das Bärlauchsalz, ein Pesto, Aufstriche oder zwischendurch die Blätter roh zu essen. Ich liebe es auch, neue Rezepte zu testen und den Speiseplan somit frühlingsfit zu machen.

Rezept Bärlauchsalz

Zutaten:
15 g Bärlauchblätter
60 g Salz grob

So geht´s:
Vermörsere das Salz mit dem grob zerkleinerten Bärlauch oder mixe die beiden Zutaten. Lasse das Salz auf einem Backpapier trocknen. Sobald es ganz trocken ist, kannst du es in Gläser abfüllen.

Sollten sich kleine Klümpchen gebildet haben, kannst du das Salz erneut kurz mixen oder mörsern.

Verwende das Bärlauchsalz rasch, denn sowohl die Farbe als auch der Geschmack  verflüchtigen sich mit der Zeit.

Ich mag das Bärlauchsalz am liebsten auf Salat, in Kombination mit Ei beziehungsweise überall dort, wo ich auch gerne Knoblauch verwende.

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