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Gänseblümchen: eine kleine Heilpflanze mit großer Wirkung

Das Gänseblümchen gehört zu den Pflanzen, die wir meist schon unser ganzes Leben kennen und trotzdem kaum beachten. Es wächst direkt vor unserer Haustür, im Rasen, zwischen Pflastersteinen, am Parkplatz oder am Wegesrand. Vielleicht liegt genau darin seine Botschaft: Das Wertvolle ist oft näher, als wir denken.

Das Gänseblümchen

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) gehört zur Familie der Korbblütler. Es wird nur etwa 5 bis 15 Zentimeter hoch, bildet eine flache Blattrosette direkt am Boden und hat spatelförmige, ovale Blätter. Aus dieser Rosette erhebt sich ein einzelner, leicht behaarter Blütenstiel. Darauf sitzt der typische gelbe Blütenkopf, der von weißen Zungenblüten umgeben ist.

Wusstest du, dass…

sich die weißen Blütenblätter bei Kälte rosa bis pink färben? Das ist kein Zufall, sondern ein natürlicher Schutzmechanismus, denn die Pflanze bildet dabei Farbstoffe, die sie vor Frost schützen.

Robustheit & Symbolik

Gänseblümchen sind erstaunlich widerstandsfähig. Sie überstehen Temperaturen bis zu minus 15 Grad. Selbst wenn man auf sie tritt, richten sie sich nach kurzer Zeit wieder auf.

Viele Menschen empfinden genau das als berührend: Diese kleine Pflanze lässt sich nicht unterkriegen. Sie wächst weiter, still und unbeirrbar, ganz egal, wie oft sie niedergetreten wird.

Sammelzeit & Nutzung

Gänseblümchen kannst du fast das ganze Jahr über finden. Die beste Sammelzeit ist zwischen März und November. Verwenden kannst du sowohl die Blüten als auch die Blätter.

Achte dabei darauf, nur an sauberen Orten fernab von Straßen oder stark belasteten Flächen zu sammeln. Oft reicht schon ein Blick in den eigenen Garten oder auf eine wenig begangene Wiese.

Inhaltsstoffe

Im Gänseblümchen sind folgende sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe enthalten: 
Schleimstoffe, Saponine, Bitter- und Gerbstoffe, Flavonoide, Mineralstoffe, Vitamin C

Wirkung äußerlich

Äußerlich angewendet gelten Gänseblümchen als:

  • wundheilend
  • juckreizstillend
  • schmerzlindernd

Sie sind eine wunderbare Pflanze für die Hautpflege. Dabei wirkt das Gänseblümchen sehr mild und sanft und ist dadurch auch hervorragend für die sensible Kinderhaut geeignet.

Wirkung Innerlich

Innerlich angewendet werden Gänseblümchen traditionell eingesetzt, um:

  • Schleim zu lösen und den Auswurf zu fördern
  • Entzündungen zu lindern
  • den Stoffwechsel sanft anzuregen
  • den Körper beim Entgiften und bei Regenerationsphasen zu unterstützen

Viele Frauen schätzen sie besonders in Zeiten, in denen sie sich müde oder überlastet fühlen.

Kulinarische Nutzung

Gänseblümchen schmecken leicht nussig und sie sind nicht nur gesund, sondern auch richtig hübsch und dekorativ.

Du kannst sie zum Beispiel:
• als essbare Dekoration auf Broten und Aufstrichen verwenden
• in Salate oder Suppen streuen
• als traditionelle Zutat in der Neunkräutersuppe nutzen

Den Spruch „Das Auge isst mit!“ kennst du bestimmt. Allein deswegen macht es Sinn, deine Mahlzeit mit ein paar Blüten zu dekorieren und noch bewusster zu genießen.

Alltagsanwendungen

• Als Tee: Blüten und Blätter mit heißem Wasser übergießen, einige Minuten ziehen lassen
• Für die Hausapotheke: als Bestandteil einer Teemischung oder Tinktur, z. B. bei Husten
• In der Pflege: als Auszug oder Zusatz in einfachen Hautanwendungen
• Als stilles Zeichen: ein paar Blüten auf dem Tisch oder getrocknet in einem Bilderrahmen.

Zurück zur Natur

Das Gänseblümchen zeigt uns, dass es keine großen Gesten braucht, um Wirkung zu entfalten. Seine Kraft liegt im Dranbleiben, im Stillen, im Alltäglichen. Vielleicht ist genau das die Einladung, die du gerade brauchst.

Wenn du Lust hast, dich weiter mit der Natur zu verbinden und dir wieder bewusster Zeit für dich zu nehmen, begleitet dich mein Workbook „Zurück zur Natur. Zurück zu Dir.“ Als sanfter Leitfaden auf diesem Weg. Alle weiteren Infos dazu, findest du hier:

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