Im vorherigen Blog-Beitrag habe ich dir zusammengefasst, was es beim Hagebutten ernten zu beachten gibt, welche Inhaltsstoffe sie enthalten und einige andere spannende Infos.
Hier geht es zum Artikel:
Hagebuttenmarmelade
Natürlich kannst du Hagebutten-Marmelade kaufen und dir die Mühe sparen. Auch ich habe einige gekaufte Marmeladen durchprobiert. Allerdings habe ich bislang noch keine Marmelade entdeckt, die so unglaublich köstlich ist, wie die selbst zubereitete. Somit steht die Hagebutten-Marmelade jedes Jahr fix auf meiner ToDo Liste!
Die Zubereitung ist einfach: du wäscht die Hagebutten, entfernst die Stiele und Blütenansätze und kochst sie mit etwas Wasser. Wie viel Wasser du benötigst hängt stark vom Reifegrad ab. Sind die Hagebutten noch ganz fest, benötigst du mehr Wasser und auch mehr Zeit, sind sie schon sehr weich, kommst du mit weniger Wasser aus. Wenn die Hagebutten weich sind und sich zerdrücken lassen, kannst du sie in der Flotten Lotte passieren. Ich habe mit dem groben Einsatz begonnen und mich Schritt für Schritt bis zum feinsten durchgearbeitet – meiner Erfahrung nach, ist das die schnellste Methode (falls du eine bessere Lösung hast, lass es mich gerne wissen).
Das Resultat ist ein feines Mus, das die Grundlage für die Marmelade ist. Ich mag es nicht ganz so süß, daher verwende ich den 3:1 Gelierzucker, koche das Mus mit dem Zucker noch einmal auf und fülle die Marmelade in Gläser ab.

Die Kerne kannst du dann trocknen und als Kernlestee trinken. Koche die Kerne 30 Minuten im Wasser und trinke den Tee bei rheumatischen Leiden und um deine Blase durchzuspülen. Du kannst 3-4 Wochen lang eine Tasse täglich trinken.
Ich wünsche dir viel Freude mit deiner Hagebutten Marmelade!
Hagebuttenpulver
Die Hagebutte ist eine Vitamin-C Lieferantin vom Allerfeinsten. Daher lohnt es sich, die Hagebutten zu sammeln, mitsamt den Kernen zu trocknen und dann pulverisieren. In den Kernen stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe, die wir uns auch zunutze machen wollen. Der Vitamin C Gehalt sinkt je weicher die Hagebutten sind. Möchtest du also ein Pulver herstellen, dann sammle die noch festen Hagebutten.
Dazu entferne den Blütenkopf und Stiel, halbiere sie und trockne sie im Dörrautomaten oder Backrohr bei 40 Grad. Du könntest sie auch an der Luft trocknen lassen. Dies dauert dann aber entsprechend deutlich länger.
Ich verwende das Hagebuttenpulver täglich im Müsli oder Porridge, aber liebe es auch im Naturjoghurt. Ebenso kannst du es in deinen Smoothie zugeben.
Mit einem Teelöffel täglich, kannst du dein Immunsystem schon hervorragend auf natürliche Weise unterstützen!

Hagebuttentee
Du kannst die Hagebutten auch halbieren, entkernen, die Hälften schonend trocknen und dann als Tee trinken. Hagebuttentee wird kalt angesetzt, am besten du lässt ihn über Nacht stehen und kochst ihn dann kurz auf. Pro Tag kannst du drei Tassen Hagebuttentee trinken und damit ebenfalls dein Immunsystem stärken.

Hagebutten Oxymel
Da ich immer mehr auf Zucker verzichte, bin ich dazu übergegangen Oxymel statt Sirup zu trinken. Oxymel, auch Sauerhonig genannt, ist eine Mischung aus Honig, Essig und anderen Zutaten wie zum Beispiel Kräuter, Samen oder Früchte. Es schmeckt hervorragend und die vielen Wirkstoffe aus der Pflanze, dem Honig sowie dem Essig unterstützen meinen Körper in vielerlei Hinsicht.
Das Beste daran ist: Oxymel schmeckt so köstlich!
Haut- und Narbenpflege
Auch in der Hautpflege ist die Hagebutte eine Wohltat. Sie verbessert die Durchblutung, hilft bei vielen Hautirritationen und wirkt antioxidativ. Sie pflegt Narben und kann Narbengewebe reduzieren sowie die Hautelastizität erhöhen. Außerdem fördert sie die Wundheilung und kann auch Falten reduzieren.
Bislang habe ich immer ein Körperöl und eine Salbe nach den Methoden der Grünen Kosmetik hergestellt. Heuer werde ich zusätzlich noch eine Gesichtscreme oder Lotion herstellen und freue mich schon sehr auf die wunderbare Pflege der Hagebutte!

Du willst mehr über Kräuter wissen?
Melde dich am Besten gleich für meinen Newsletter an und du erhältst jeden 3. des Monats die dreimal.grün Kräuterpost in dein Postfach!

